Geschichte des Commerziums

Am 14. Juli 1738 wurde auf Schloß Rosenburg von König Christian VI. die Instruction für das Husumer Commerce-Collegium erstellt. Danach sollte dieses "Commerce-Collegium ein wachsames Auge haben über das Commerce der Stadt und in genaue Erwägung ziehen, was selbiges und die damit verknüpfte Navigation und Manufacturen in Aufnahme bringen und befördern, oder daran hinderlich seyn mag, und zu dem Ende diensahme Vorschläge und Projekte einsenden". In dem Schreiben wurde der Bürgermeister Joh. Feddersen zum Vorsitzenden und auch alle anderen Mitglieder bestimmt. Es war im Grunde ein nur aus Kaufleuten bestehender Ratsausschuß, der im Auftrag der Krone sein besonderes Augenmerk auf die wirtschaftliche Entwicklung Husums richten sollte. Am 29. Oktober 1738 traten die ernannten Mitglieder der neuen Korporation zu ihrer ersten Sitzung im Rathaus zusammen, und ihnen wurde die Instruction des Königs vorgelesen.

Die wirtschaftliche Entwicklung des Landes und der Stadt Husum hatten lange stagniert und es war nicht einfach mit einer klugen Anordnung einen modernen Willen zum wirtschaftlichen Aufbau zu wecken. So hat das Commerce-Collegium erst zwei Jahre später eine Liste von Verbesserungen erdacht, die vor allem der Vervollkommnung des Tonnen und Bakenwesen auf der Hever dienen sollten. Mit der neuen Brücken- und Hafenordnung von 1742 bekam das Commerce-Collegium eine Art Oberaufsicht über das Tonnen- und Bakenwesen und damit ein Tätigkeitsfeld, dem seine und später des Commerziums Bemühungen vor allem anderen gelten sollten. Die Einnahmen aus der Kompetenz die Seewege im Wattenmeer zu bezeichnen wurden für den Unterhalt des Husumer Hafens verwand.

Nach den deutsch-dänischen Krieg 1848 – 1851 geht das Tonnen –und Bakenwesen in die Verantwortung des Staates über, mit der Zusage den Husumer Hafen auszubauen und mit einer Schleuse zu sichern und ein Feuerschiff in der Hevermündung zu stationieren.
Über die Jahre hat das Commerzium getragen von seinen Mitgliedern immer wieder Einfluß auf die Entwicklung der Stadt genommen bis 1933 das Husumer Kommerzium auf Anordung der NSDAP aufgelöst wurde.

Aber schon im Juli 1945 hat das Commerzium seine Tätigkeit wieder aufgenommen und in der ersten Sitzung in Hensen`s Garten wurde die neue Satzung genehmigt und ein neuer Vorstand gewählt.

Seitdem sind weitere 60 Jahre vergangen und die Strukturen und wirtschaftlichen Verhältnisse der Stadt und Region haben sich stark verwandelt, aber die Themen sind ähnlich denen vor 270 Jahren. Verkehrsanbindungen und –sicherung, Tourismus, Handel und Gewerbe.